Gründung
Gründung Nach ihrer Gründung im Jahre 1951 konzentrierte sich die Claims Conference darauf, bedürftige Überlebende durch zahlreiche soziale Dienste zu unterstützen und die jüdischen Gemeinden Europas wiederaufzubauen.

Über uns

Über uns 

Seit mehr als 60 Jahren ist es unser Auftrag, den jüdischen Holocaust-Überlebenden ein Mindestmaß an Gerechtigkeit zu verschaffen und sie mit der bestmöglichen Betreuung im Alter zu versorgen. Perspektivisch müssen wir dafür Sorge tragen, die universellen Lehren des Holocaust an die nachkommenden Generationen zu vermitteln, um das Gedenken an jene zu bewahren, die so viel erleiden mussten oder ermordet wurden. 

Wir sind uns bewusst, dass die Schrecken des Holocaust niemals geheilt werden können und niemals vergessen werden dürfen. Und wir sind davon überzeugt, dass die Holocaust-Überlebenden eine Anerkennung ihres Leids erfahren und ihren Lebensabend in Würde verbringen müssen. 

Die Claims Conference heute 

Verhandlungen: Wir führen mit der Deutschen Regierung Folgeverhandlungen über Entschädigungszahlungen an Holocaust-Überlebende und über die Finanzierung von häuslicher Betreuung für betagte Überlebende. Wir haben zahlreiche Programme generiert und erweitert, um dem Leiden von Holocaust-Überlebenden Rechnung zu tragen; jeder Einzelne von ihnen blickt auf eine Fülle eigener Erfahrungen von Verfolgung und Überleben zurück. Auch mit der Österreichischen Regierung führen wir Verhandlungen. 

Seit wir 1952 unser erstes Abkommen mit der Bundesrepublik Deutschland geschlossen haben, wurden mehr als 70 Milliarden US$ an mehr als 800.000 NS-Opfer gezahlt. Wir führen unsere Verhandlungen in dem Bewusstsein, dass kein Geld der Welt ihnen ihre Jugend, ihre Gesundheit oder ihre von den Nationalsozialisten so grausam ermordeten Familien zurückbringen kann. Und doch haben unsere Verhandlungen hunderttausenden Überlebenden eine Anerkennung ihres Leidens gebracht, die in vielen Fällen auch dringend benötigte finanzielle Unterstützung bedeutet. 

Entschädigung: Die Claims Conference verteilt jedes Jahr mehrere hundert Millionen US$ als direkte Entschädigungszahlungen aus Deutschland an zehntausende Holocaust-Überlebende in 80 Ländern und Regionen. Anträge an den Artikel 2-Fonds, den Mittel- und Osteuropafonds, den Hardship Fund und den Child Survivor Fund können auch weiterhin gestellt werden.

Soziale Dienstleistungen: Wir richten unseren Fokus darauf, dass betagte Holocaust-Überlebende ihren Lebensabend unter bequemen und würdigen Bedingungen verbringen können. So tragen wir Sorge dafür, dass sie Zuhause von den örtlichen Gemeinden betreut werden und medizinische Versorgung und Nahrung erhalten. 

So unterstützen wir mehr als 130.000 Überlebende in 47 Ländern mit häuslicher Betreuung, Nahrung, Medikamenten, medizinischer Versorgung, Notfallhilfe, Zahnersatz, Transfers, Winterhilfe, Rechtsberatung und Sozialisierungsprogrammen. Unser aus 250 Partneragenturen bestehendes Netzwerk stellt diese Hilfe zur Verfügung und sorgt dafür, dass die Überlebenden nicht allein gelassen werden. 

Rückübertragung von Immobilien und Vermögenswerten: Nicht beanspruchte jüdische Vermögenswerte in der ehemaligen DDR werden an die Claims Conference restituiert. Die Verkaufserlöse werden in erster Linie eingesetzt für grundlegende soziale Dienstleistungen für Holocaust-Überlebende. Wir zahlen auch Beträge an die Eigentümer und bestimmte berechtigte Erben, die fristgerecht einen Anspruch bei uns angemeldet haben. 

Vermittlung, Dokumentation und Forschung: Ein kleiner Prozentsatz unserer Allokationen wird für die Vermittlung, Dokumentation und Erforschung des Holocaust eingesetzt, um sicher zu stellen, dass das Gedenken an die Schoah und ihre Lehren in dieser und in künftigen Generationen bewahrt wird. Wir fördern die pädagogische Vermittlung des Holocaust, sichern und bewahren Zeitzeugnisse über Schoah, unterstützen neue Forschungsansätze und Filmprojekte, um neue Auditorien zu erschließen, ferner Ausstellungen und weitere Programme. 

Geraubte Kunst- und Kulturgüter: Wir initiieren und unterstützen ein breite Palette von Maßnahmen zur Restitution von Kunst aus jüdischem Besitz, Judaica und anderen Kunst- und Kulturgütern, die während des Holocaust verloren gingen und geraubt wurden.